Texel (wird eigentlich
"Tessel" ausgesprochen) ist die westlichste und größte
der Westfriesischen Inseln der Niederlande.
Im Westen liegt noch die Insel Noorderhaaks, die
aber nicht bewohnt ist. Im Osten befindet sich die Nachbarinsel
Vlieland.
Im Gegensatz zu den anderen Westfriesischen
Inseln ist Texel nicht in Ost-West-Richtung, sondern eher in Nord-Süd-Richtung
ausgerichtet, dadurch grenzt die Westseite an die Nordsee
und die Ostseite ans Wattenmeer.
Von Den Helder auf dem Festland gelangt man mit
der Fähre in etwa 20 Minuten nach De
Cocksdorp.
Das heutige Texel bestand ursprünglich
aus zwei Inseln. Durch Sandaufschüttungen und Bepflanzungen
zum Abhalten des Flugsandes wurden die nordwestlichen Dünen
von Texel verbreitert, und durch das Anlegen von Sanddünen
wurde es dann mit der nördlich gelegenen Insel Eijerland
verbunden. Die Ortschaft De Cocksdorp gehörte
früher zu Eierland.
Von Texel wird oft behauptet, es sei die Niederlande in klein, weil
man dort eine abwechslungsreiche Landschaft, Dünen, Wälder,
malerische Dörfer und eine nette Bevölkerung vorfindet.
Eine Besonderheit der Insel sind die wilden Orchideen,
die allerorts zu finden sind. Im Juni blühen sie vor allem
in den Naturgebieten, aber man kann sie sogar am Straßenrand
finden.
Hotels in Texel
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an Hotels verschiedener Sterne-Kategorien und Preisklassen
in Texel, ob direkt im Zentrum oder etwas außerhalb. Für jeden Geschmack ist was dabei.
Texel ist für einen Strandurlaub bestens geeignet.
An den 30 Kilometern Strandlänge finden sich sogar einige Strandpavillions,
die das ganze Jahr geöffnet haben. Es gibt auch zwei FKK Strände,
einen in der Nähe von Den Hoorn und der andere
bei De Cocksdorp, beide sind ausgeschildert. Für
das Jahr 2007 bekam Texel für neun Strandabschnitte die "Blaue
Flagge", die besonders saubere und sichere Strände
auszeichnet.
Auch Wassersport
ist auf Texel sehr beliebt. Es gibt einen aktiven Tauchclub,
man kann an entsprechend markierten Strandbereichen Surfen
und Katamaransegeln und man kann entlang der gesamten
Küste ohne Angelschein angeln. Ein besonderes
Erlebnis ist sicherlich eine Wattwanderung.
Die Naturreservate "De Slufter" und "De Muy" an der Nordwestseite der Insel entstanden durch den Einbruch der Dünen bei einer Sturmflut Mitte des 19. Jahrhunderts. Es gibt eine offene Verbindung zur Nordsee und je nach Gezeiten stehen dort große Gebiete unter Wasser. Besonders hübsch ist der Strandflieder, der in der Blühtezeit im Juli und August, ein großes, violettes Meer entstehen läßt. Dieses Gebiet ist für viele, verschiedene Vogelarten ein Aufenthaltsort und Brutplatz.
"De Hoge Berg" ist ein Landschaftsschutzgebiet zwischen Oudeschild und Den Burg mit der höchsten Erhebung der Insel, dem hohen Berg, der etwa 15 Meter über den Meeresspiegel ragt. Trotz der bescheidenen Höhe kann man vom hohen Berg die gesamte Insel überblicken. Dort befindet sich auch das einzige Insektenschutzgebiet von ganz Holland. Die vielen Insekten finden in der warmen und sonnigen Sand- und Lehmgrube ideale Bedingungen. Auch das Dünengebiet steht unter Naturschutz, aber es gibt zahlreiche Wander- und Radwege, auf denen man die schöne Umgebung erkunden kann. Seit 2002 gehört es zum Nationalpark Duinen van Texel.
Das Meereszentrum "Ecomare" bei De Koog ist ein Museum mit einer Auffangstation für Seevögel und Heuler (junge Seehunde). Eine Attraktion ist der Wassersaal mit mehreren Aquarien, in denen es verschiedene Meeresbewohner gibt. Dort kann man die Seehunde beobachten, die immer in dem Meereszentrum leben, weil sie sich an ein Leben in der freien Natur nicht mehr gewöhnen können. Außerdem findet man viele Informationen zum Leben auf einer Inseln, der Nordsee, dem Watt, der Schiffahrt und zu allem was dazu gehört. "De Hors" im Süden ist ein mehrere Kilometer breites Sand- und Dünengebiet, das zum Nationalpark Duinen van Texel gehört.
In der Mitte von Texel liegt das Feuchtgebiet "Rommelpot".
In den pittoresken Dörfern findet man zahlreiche Geschäfte für den täglichen Bedarf, aber auch ansprechende Restaurants und Cafés, die zu einem Besuch einladen. Eine Besonderheit der Insel sind die Gulfhäuser, deren Dächer die Form von Pyramiden aufweisen. Zu allen vier Seiten fallen die Dächer schräg ab, um sich vor dem Wind und dem Sand zu schützen. Die Grundstücke werden mit Plaggenwällen, die aus Rasenplaggen bestehen, getrennt. Auch das ist eine Besonderheit, die man sonst nirgends in Holland findet.
De Cocksdorp ist ein kleiner Küstenort an der Nordspitze von Texel. Fast die Hälfte der Bevölkerung wohnt in Den Burg, es liegt etwas südlich von der Inselmitte. Es ist die größte Ortschaft der Inseln mit städtischem Charakter. Östlich davon befindet sich De Oudeschild, ein kleines Fischerdorf, in dem es über 30 Fischkutter für den Garnelenfang in der Nordsee gibt. Hier liegt auch der Yachthafen. De Waal ist das kleinste Dorf. In Den Hoorn und Oosterend kann man viele, hübsche monumentale Bauwerke bewundern.
Der Leuchtturm von Texel wurde 1864 im Norden bei De Cocksdorp erbaut. Damals lag er noch etwa drei Kilometer vom Meer entfernt, heute befindet er sich so nah am Meer, daß er durch Deiche geschützt werden muß.