Wir erreichen den Großen Stein über die Straße Rahden - Diepenau im schönen Mühlenkreis. In Tonnenheide - Heidkamp biegen wir am Wegweiser "Großer Stein" links ab. Es ist kaum zu glauben, aber es handelt sich tatsächlich um einen Findling aus Skandinavien. Dieser ist 10 m lang, 7 m breit und 3 m hoch. Sein Gewicht beträgt 350 Tonnen. Es ist der größte Findling Norddeutschlands. Sein Alter beträgt etwa eine Milliarde Jahre. Fast unwahrscheinlich klingt es, dass der Stein gar nicht an dieser Stelle gefunden wurde, sondern im Jahre 1981 hierhin verfrachtet wurde.
Heute setzen wir unsere herrliche Wanderung durch das Torfmoor im herrlichen Mühlenkreis in NRW fort. Nachdem wir letztes Mal den Westturm bestiegen haben, suchen wir heute den Südturm und den Nordturm auf. An einer Suhle ziehen wir unsere Schuhe aus und waten durch den matschigen Schlick. An der Handpumpe spülen wir die Füße wieder ab. Wir laufen über Holzstege und sehen am Wegesrand jede Menge Heidekraut, Glockenheide und den seltenen Lungenenzian. Am Wasserrand rennen die Bekassinen mit ihren langen Schnäbeln entlang. Wildgänse und der Storch landen im Moor.
Schafe verhindern den Wuchs der Birken im Moor
Hier darf man die Füße im weichen Moorboden erfrischen und an der Pumpe wieder säubern..
Im Mühlenkreis Minden - Lübbecke befindet sich das Große Torfmoor. Hier wurde früher Torf gestochen. Seit 1970 wird es aber regeneriert und seit 2003 neu vernässt.
Dadurch haben sich wieder die typischen Pflanzen angesiedelt und ausgebreitet wie Torfmoose, Wollgras, Lungenenzian, Sonnentau und Moosbeere.
Auch Moorvögel kann man wieder beobachten, zum Beispiel Wiesenpieper, Schafstelze, Bekassine, Wildgänse und den Weißstorch.
Wie die Wanderkarte zeigt, erreicht man das Große Torfmoor über 7 Wanderparkplätze. Durch das Moor führen mehrere Wanderwege, teils über Holzstege.
Nicht überall darf man Rad fahren, dann muss man eben schieben. Am längsten Rundweg mit 7,5 Kilometern Länge liegen zwei
Schutzhütten, drei Aussichtstürme aus Holz und ein Schafstall.
Heute fahren wir von Lübbecke im Mühlenkreis aus ins Wiehengebirge zunächst zur Holländer Windmühle Struckhof, danach besichtigen wir die Wassermühle Bergkirchen und besuchen noch die Windmühle in Minden - Dützen.
Nach einem ausgiebigen Mittagessen in Minden fahren wir noch zu den Mühlen in Lahde und Großenheerse.
Windmühle Struckhof, mit herrlicher Windrose zur Windausrichtung.
Die Bruchsteine sind rundum verputzt.
Die Wassermühle Bergkirchen
Das riesige oberschlächtige Wasserrad
Der oben liegende Mühlenteich liefert die Antriebskraft auch bei Trockenheit.
Windmühle Minden - Dützen, ein Wallholländer mit Windrosenanlage, halbverputzt....
Heute fahren wir weiter auf der Mühlenstraße von Rahden zurück nach Lübbecke im Mühlenkreis. Erste Station ist die Bockwindmühle in Wehe.
Es ist die älteste Bockmühle, die an ihrem Standort geblieben ist.
Mit Hilfe des Steerts wurde die Windrichtung angepasst. Danach fahren wir von Mühle zu Mühle.
In Tonnenheide kommt der Standesbeamte in die Mühle. In Hille besuchen wir die alte Kornbrennerei und das Storchennest.
Die Hartumer Mühle steht zum Verkauf, leider haben wir keine Scheckkarte dabei.
Zuletzt besuchen wir noch ein altes Backhaus.
Bockwindmühle Wehe. Deutlich erkennt man die Flügelbespannung.
Der fahrbare Steerts zum Ausrichten des Mühlenkastens.
Gedreht wird der gesamte Kasten, welch ein Gewicht!...
Die Mühlenstraße ist eine kreisförmige Traumstraße im Kreis Minden - Lübbecke welches zum Mühlenkreis in Nordrhein-Westfalen gehört.
An ihr liegen 43 restaurierte Mühlen, die nur noch an bestimmten Schautagen an Wochenenden geöffnet werden.
Aber es lohnt sich allemal, die Mühlen von außen zu betrachten, zumal das Umfeld der Mühlen überall schön gestaltet und gepflegt ist.
Meist gehören dazu einige Fachwerkgebäude samt Müllerhaus. Alle Mühlen sehen bei genauer Betrachtung anders aus.
Es gibt Windmühlen mit Wall, mit Holzumlauf-Galerie, mit Steerts, mit Windrose, mit Segelbespannung und natürlich die seltenen
Bockwindmühlen.
Bei diesen dreht sich der gesamte Mühlenkasten auf einem Bockständer, im Gegensatz zu Holländer - Windmühlen, bei denen sich
nur das Oberteil dreht.
Außerdem gibt es Wassermühlen (mit Wasserrad) und ganz seltene Rossmühlen, die durch Pferdekraft angetrieben wurden.
Das war nur eine kurze Einweisung, Besonderheiten stehen unter den Bildern.
Wir beginnen unsere Tour in Lübbecke und fahren zunächst nach ...