Als wir morgens in Cusco ankamen, waren wir sofort vom Charme der Stadt hin und weg. Auch die Höhe (ca. 3500 m) verschlägt einem fast den Atem und ich überlege mir jetzt dreimal, bevor ich eine Zigarette rauche. Das moderne Cusco ist auf den Grundmauern des einstigen Inkareichs aufgebaut und trägt den Beinamen „Der Nabel der Welt“. Viele Tempelanlagen wurden geplündert und die Steinblöcke für die unzähligen Kolonialbauten der Stadt verwendet. Jede einzelne Epoche hinterließ jedoch ihre Spuren im Stadtbild und eine lockere Fusion derer integriert sich im aktuellen Cusco. In den schmalen Gassen in der Nähe des Plaza de Armas (Hauptplatz) scheint sich aber in den letzten Jahrhunderten kaum was verändert zu haben.
Cusco
sexywoman
Die Masse an Touristen ist anfangs ziemlich erschreckend, aber die Freundlichkeit der Cusceños überzeugen einen dann doch, ...
Nach dem Aufenthalt in Iquitos – dem heiligen Gral – nach einer langen, strapaziösen aber wunderschönen Reise auf dem Napo Fluss und dem erneuten Eintauchen in die Zivilisation, wundere ich mich immer noch darüber wie Lärm, Dreck, Kommunikation, Medien, Stress und Architektur auf mich wirken, obwohl ich nur eine Woche ohne diese Gewohnheiten verbracht habe. Ich wundere mich momentan sowieso darüber, über was ich mich alles wundern kann, aber vor allem wie magisch mein Leben sein kann!!!
Chachapoyas - Geschichte und Gegenwart
Die letzten Wochen genossen Lucia und ich nach und nach wieder die Vorzüge die diese Gesellschaft aufzuweisen hat. Das nächste Ziel war Tarapoto: eine saubere, kleine aber feine Stadt mit ruhigen, netten Leuten. Geradezu perfekt um sich wieder an die Zivilisation und an Peru generell zu gewöhnen. Chachapoyas liegt weitere 8h westlich davon. Von dort aus erkundeten wir, länger als eigentlich gedacht, die ...
La dolce vita geht weiter...und ich lebe meinen langersehnten „lateinamerikanischen Traum” in vollsten Zügen. Von Tag zu Tag und von Monat zu Monat lerne ich viele verschieden Seiten Südamerikas kennen und ich bin meistens - immer noch begeistert.
Leider ist Lucia auf einer Tour zu sieben verschiedenen Wasserfällen in Baños sehr fies ausgerutscht und hat sich dabei den Ischiasnerv verletzt. Das Auskurieren dauert manchmal Monate. Wir hatten Glück und nach zwei Wochen war der schlimmste Schmerz vorbei und zum ersten Mal war wieder an Rucksackschleppen und Übernachtungen in der Hängematte zu denken. Da sich der imposante Vulkan Tungurahua (der das letzte Mal im Mai 2006 mit schwerwiegenden Folgen ausbrach) in der Nähe von Baños befindet, gibt es im Ort drei verschieden Thermalbäder, welche sich auch sehr gut zur Heilung von Lucias Schmerzen anboten.
Zur selben Zeit fand der Karneval statt. In Südamerika gibt es zwar auch Faschingsumzüge, ...
Inzwischen sind Lucia und ich über drei Monate in Südamerika unterwegs und noch immer bin ich in absoluter Reiselaune und voller Tatendrang. Leider vergeht die Zeit beim Reisen viel zu schnell, da die ständig neuen Impressionen und Menschen auf dem Weg - andauernd interessante Momente hervorbringen...und noch immer versuche ich die lateinamerikanische Gesellschaft zu Umweltschutz, Solidarität und weniger Neid auf den sogenannten Westen zu überzeugen. Versuchen kann ich es zumindest, oder!?
La Mitad del Mundo Von Quito aus fuhren wir in ein Dorf mit dem Namen "Der Mittelpunkt der Welt", laut GPS sind die Koordinaten 0-0-0 genau 200 Meter des ursprünglich im 18. Jahrhundert von den französischen Seefahrern definierten Äquatornullkoordinaten angesiedelt. Heute streitet sich die komerzielle Variante des Themenparks mit einem geologischen Museum um den tatsächlichen Titel der Situierung. Auch ein spiritueller Mittelpunkt der Welt wird angeboten, dort kann man mit indigenen Stämmen an den hemisphärenprägnanten Tagen Zeremonien feiern oder auch ...
liebe Grüße aus meiner kleinen kolumbianischen Reisewelt! Nach einer abwechslungsreichen Zeit in und um Taganga, beschlossen wir noch als Abschlussplatz in der Karibik den Nationalpark um die Sierra Nevada zu besuchen. Im Parque Tairona, etwa zwei Stunden abgelegen von Abgasen, Umweltproblemen und Zivilisation kann man entweder zelten oder die Hängematte aufhängen und einfach mal chillen, baden und ähnliches tun oder nicht tun. Ein Sandstrand wechselt sich dort mit dem Nächsten ab und die Natureindrücke sind einfach genial.
Parque Tairona
Leider lief Lucias Visa bereits am 3. Februar aus und ich wollte kein Risiko mit der Ausreise eingehen, da ich keinen offiziellen Einreisestempel mehr habe, geschweige denn einen ordentlichen Pass besitze. Die Strecke vom Norden nach Süden in Kolumbien (zur ecuadorianischen Grenze) beträgt insgesamt per Bus ca. 35h, deshalb haben wir uns noch ein bisschen Zeit für die Zwischenaufenthalte ...
Es ist gar nicht so leicht unterwegs Zeit zu finden, um die ganzen Eindrücke zu notieren und die Gedanken und Erlebnisse zu dokumentieren. Aber: Here we go again...
Ein naheliegendes Stichwort in Kolumbien: Kokain.
Kokain konsumieren kann man hier sozusagen mit Thunfisch essen, Nestléprodukte kaufen oder Plastiktaschen verwenden, vergleichen. Es ist dem individuellen Konsumenten selbst überlassen ob er die Finger davon lässt oder nicht. Das Subsystem dahinter hat jedoch meistens viele Fehler im Getriebe:
Die ökologischen Folgen, bedingt durch den kommerziellen Anbau der monokulturell gehaltenen Koka-Pflanze und die Entsorgung der Chemikalien zur Herstellung der Kokapaste (als Grundstoff für Kokain) verseuchen ganze Landstriche und Gewässer. Durch den Anbau von Schlafmohn werden großflächige Wälder abgeholzt und das massive Düngen von chemischen Substanzen zerstört die Gebiete des Andenhochlandes. Die Drogenwirtschaft durchdringt die Politik, ...