Auswandern nach Monaco

30. August 2010

Hafen in MonacoMan muss sich das mal vorstellen – die Stadt Köln hat eine Fläche von rund 405 km², darauf verteilen sich 86 Stadtteile. Damit hat jeder Stadtteil im Durchschnitt eine Fläche von 4 km².
Und das ist die doppelte Fläche von Monaco, dem Stadtstaat in der Nähe von Nizza am Mittelmeer.
Monaco ist mit 1,97 km² aber immerhin noch größer als der Vatikan.

Dieser winzige Staat ist mittlerweile vor allem bei den Reichen und Schönen ein sehr begehrter Wohnsitz, hier wird keine Einkommenssteuer oder Erbschaftssteuer erhoben, hier wird niemand verfolgt, der im Ausland ein Finanzvergehen begannen hat.

Man kann sich gut vorstellen – hier ist es sehr eng.
Monaco hat die höchste Einwohnerdichte aller Staaten in der Welt, 17.000 Einwohner pro km² (zum Vergleich: Berlin hat 3.900/km²).
Um alle irgendwie unterzubringen, mußte der Staat in den letzten Jahrzehnten erst einmal auf seine heutige Größe gebracht werden, durch künstliche Landgewinnung.
Auch die Häuser müssen eben in die Höhe wachsen und nicht unbedingt in die Breite.
So wird Monaco gern auch schon mal Manhattan am Mittelmeer genannt.

Das Klima ist traumhaft, Mittelmeerklima mit Wintertemperaturen im die 10°C.

Die eigentliche einheimische Bevölkerung – die Monegassen – machen nur rund 16% der Bevölkerung aus, alle anderen sind im Grunde Ausländer.
Rund 47% davon sind Franzosen, der Rest verteilt sich auf rund 120 verschiedene Nationalitäten.

Das Casino in Monte CarloWenn man diese äußerlichen Umstände berücksichtigt, kann man sich auch vorstellen, dass die Lebenshaltungskosten einschließlich der Immobilienpreise hier enorm hoch sind.

Also, wenn Sie hier leben wollen – dann sollten Sie über ein dickes finanzielles Polster verfügen.

Arbeiten kann man auch in Monaco.
Die überwiegenden Jobs finden sich hier im Touristikbereich vom Zimmermädchen bis hin zu Animateuren, Managern und ähnlichem.
Die gehobeneren Arbeitsplätze z.B. als Banker können natürlich auch bei vorliegenden Qualifikationen ergattert werden.

Nur mit dem Leben bzw. Wohnen in Monaco, da wird es schon schwieriger.
Wegen des schon beschriebenen Platzmangels sind viele hier arbeitenden Menschen Pendler, d.h. sie haben ihre Wohnungen im umliegenden Frankreich und fahren täglich in den Nachbarstaat Monaco.

Wenn Sie hier arbeiten wollen, dann müssen Sie unbedingt fließend in Wort und Schrift Französisch sprechen, das ist die offizielle Amtssprache hier.
Daneben wird auch Englisch, Italienisch und Monegassisch gesprochen. Monegassisch ist nach wie vor ein Pflichtfach in den Schulen.
Aber zum Arbeiten braucht man unbedingt Französisch.

Der kleine Staat Monaco hat einige Highlights im Angebot.
Da gibt es unter anderem das Internationale Zirkusfestival, das Casino, die wunderschöne Altstadt, der exotische Freiluft-Garten Jardin Exotique, das Ozeanographische Museum, der Jachthafen und natürlich die Formel 1.

Schloss in MonacoDie Einreise gestaltet sich völlig unproblematisch.
Das Nachbarschaftsabkommen zwischen Monaco und Frankreich aus dem Jahr 1963 hat Monaco im Grunde mit den Ländern der Europäischen Union gleich gestellt. Der Euro ist hier auch Landeswährung.
Menschen aus Deutschland können sich also allein mit ihrem Reisepass, selbst wenn dieser schon abgelaufen ist, für 3 Monate im Land aufhalten.
Wenn Sie hier eine Arbeit aufnehmen wollen, ist eine Arbeitserlaubnis nicht notwendig.
Wollen Sie länger als 3 Monate in Monaco bleiben, müssen Sie in der ihrem Wohnsitz zuständigen Polizeidienststelle einen Antrag auf Aufenthaltserlaubnis stellen.
Das allerdings dann unter Vorlage eines gültigen Reisepasses und des Arbeitsvertrages. Oder Sie weisen Ihre Selbständigkeit nach.

Alle, die hier lediglich leben wollen ohne zu arbeiten, müssen ein geregeltes Einkommen nachweisen, z.B. Rentenzahlungen oder Bankbestätigungen über das Vermögen.
Auch der Nachweis einer Krankenversicherung ist von Nöten.

Monte Carlo bei Nacht Qualifizierte Arbeitnehmer werden aus vielen Berufen gesucht.
Über die Angebote können Sie sich bei Arbeitsagenturen vor Ort oder aber bei der Zentralstelle für ArbeitsvermittlungZAV – der Arbeitsagentur in Deutschland informieren.
Die wichtigsten Wirtschaftszweige sind Tourismus und Handel, Banken- und Finanzsektor und nur kleine Zweige sind Immobilien- und Baugeschäfte, Industrie- und Schifffahrtssektor.

Übrigens – Monaco gehört zu den sichersten Staaten weltweit.

Wenn Sie ernsthaft mit dem Gedanken spielen nach Monaco auszuwandern, dann haben wir Ihnen nachfolgend ein paar wichtige Adressen zur Vorbereitung aufgelistet.

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
13/15 Avenue Franklin D. Roosevelt
75008 Paris
Frankreich
Postadresse:
Ambassade de la République fédérale d’Allemagne
BP 30 221
75364 Paris CEDEX 08
Frankreich
Tel.: 0033 1 – 53 83 45 00
Fax: 0033 1 – 43 59 74 18
eMail: info@paris.diplo.de

http://www.paris.diplo.de

Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland
Consulat Général de la République fédérale d’Allemagne

338 Avenue du Prado
13295 Marseille CEDEX 08
Tel.: 0033 1 – 91 16 75 20
Fax: 0033 1 – 91 16 75 28
eMail: info@marseille.diplo.de

http://www.marseille.diplo.de

Botschaft des Fürstentums Monaco
Klingelhöferstraße 7
10785 Berlin
Tel.: 030 – 263903-3
Fax: 030 – 263903-44
eMail: AmbassadeMonaco@aol.com

Auswärtiges Amt
Arbeitseinheit 040
11013 Berlin
Tel.: 03018 – 17 2000
Fax: 03018 – 17 3402
eMail über Kontaktformular

http://www.auswartiges-amt.de/diplo/de/Startseite.html

Bundesagentur für Arbeit
Zentrale Auslands- und Fachvermittlung

ZAV
53107 Bonn
eMail: zav-auslandsvermittlung@arbeitsagentur.de

http://www.ba-auslandsvermittlung.de/

Unterkünfte in Monaco
- Hotels in Monaco
- Ferienwohnungen in Monaco


Auswanderer für öffentl.-rechtl. Sender gesucht!

20. August 2010

Heute veröffentlichen wir das Gesuch einer TV-Autorin, die Auswanderer sucht:
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Liebe Blogleser,

ich bin selbständige TV Autorin und arbeite u.a. für ZDF/ Stern TV/ Stern TV Reportage/ ARTE/ VOX/ u.v.a.
Derzeit recherchiere ich für einen öffentlich-rechtlichen Sender zum Thema “Auswanderer”

Wir sind auf der Suche nach Menschen, die auswandern wollen und zwar aus den unterschiedlichsten Gründen.

- Menschen, die wegen beruflicher Gründe ins Ausland gehen,
sei es weil die Firma sie dort hinschickt oder weil sie sich beruflich verändern wollen
Menschen, die sich z.B. etwas eigenes aufbauen wollen/ eine neue Existenz

- Menschen, die Ihren Lebensabend im Ausland verbringen möchten und sich mit z.B. Mitte 50 (oder später)
noch einmal einen Traum erfüllen wollen. Menschen, die hier viel gearbeitet haben und sich nun etwas Neues aufbauen wollen
Menschen, bei denen die Kinder schon aus dem Haus sind und nun wieder alles möglich ist

- Menschen, die mit Ihrer Familie ins Ausland gehen, weil es dort bessere Perspektiven gibt
z.B. im Gesundheitlichen/ Medizinischen Bereich

- Menschen, die auf der Suche nach dem “Sinn” sind
Menschen, die z.B. aus christlichen Motiven heraus etc. ins Ausland gehen, um anderen helfen zu wollen

Darüber hinaus suchen wir auch Ausländische Familien, die nach Deutschland kommen,
z.B. Ingenieure die hier arbeiten werden.
Wichtig dabei wäre, dass diese Familien schon ein bisschen deutsch sprechen.

Wir möchten in dieser seriösen Reportage die Menschen über einen längeren Zeitraum begleiten.
Wir möchten die individuelle Situation zeigen, die Gründe, warum man diesen Schritt geht.
Und dabei sein, wenn der Haushalt hier aufgelöst wird und in einem fernen Land der Neuanfang beginnt.

Vielleicht sind Sie so ein Mensch/ eine Familie.
Vielleicht kennen Sie jemanden?
Vielleicht arbeiten in Ihrem Unternehmen, Menschen die auswandern wollen
Oder Ausländer, die demnächst nach Deutschland kommen.

Dann würde ich mich sehr über eine Rückmeldung per Mail an castings@gmx.de freuen.

Bis bald
Anne Bohnet


Auslandsbafoeg

12. August 2010

Bafoeg heißt Bundesausbildungsförderungsgesetz und kann für Studierende und Hochschulabsolventen in Deutschland und im Ausland eine große finanzielle Hilfe sein.

Falls Ihr in Deutschland Bafoeg bekommt, hab ihr im Ausland sicher auch Anspruch auf diese Förderung. Falls ihr allerdings in Deutschland keine Förderung erhaltet, kann es sein, dass ihr für ein Ansuchen auf Auslandsbafoeg trotzdem eine Zusage bekommt.

Mit Hilfe eines Auslandsbafoeg könnt ihr einen Teil eures Studiums im Ausland absolvieren und so wertvolle Lebenserfahrung sammeln. Das Studium im Ausland wird euch allerdings nicht auf eure Studienzeit in Deutschland angerechnet. Das heißt wenn ihr zum Beispiel 4 Semester bereits in Deutschland studiert habt, danach ein Jahr ins Ausland geht um euer Studium oder ein themenverwandtes Studium zu machen, bleibt ihr trotzdem immer noch im 4 Semester, wenn ihr wieder nach Deutschland zurückkehrt.

Für ein Auslandsbafoeg sind gewisse Sprachvoraussetzungen ebenfalls eine Grundvoraussetzung für die Bewilligung eines Ansuchens auf Förderung.

Auslandsbafoeg kann für Studium, Schüleraustausch und Praktikum im Ausland angesucht werden. Das Auslandsbafoeg ist eine Möglichkeit euch eine Auslandserfahrung mit geringen Eigenmitteln zu ermöglichen.

Hier könnt ihr auf der Seite des Auslandsbafoeg nach genauerer Information suchen: www.auslandsbafoeg.de


Mythos Auswandern

2. August 2010

Go Hard or Go Home!

Torsten J. Koerting weiß wovon er schreibt.
Er selbst ist schon einige Male ausgewandert und hat einige Jahre in den USA und in Australien gelebt.
Mittlerweile hat er die deutsche und die australische Staatsbürgerschaft.

Er kennt aus eigener Erfahrung die Schwierigkeiten – die lange Zeit, die es dauern kann bevor man überhaupt ein Visum erhält und vor allem die Kosten, die allein dadurch schon entstehen können.

Er hat Menschen gesehen, die völlig euphorisch mit so gut wie keinem Startkapital aufgebrochen sind – wenn auch nur nach Mallorca – und sich dann wunderten, dass man auch hier Geld haben muss um zu überleben.

Oder Menschen, die meinten man muss nicht unbedingt Spanisch sprechen um in Argentinien zu arbeiten.

Koerting weiß – man braucht klare Ziele, einen sehr starken Willen und vor allen Dingen finanzielle Polster.

Er sagt selber, dass er in seinem Buch Mythos Auswandern einen sarkastischen, zynischen und sehr ironischen Ton angeschlagen hat.
Aber das ist wohl auch gut so.
Niemand darf vergessen, was es eigentlich heißt auszuwandern:
Es geht um die Zukunft – oft die Zukunft der ganzen Familie.
Und das ist nicht nur mit Lust, Euphorie und Deutschland-Überdruss zu erreichen.

Das Buch soll nicht abschrecken – im Gegenteil.
Es ist sicher ein erstrebenswertes Ziel, in einem anderen Land zu leben, andere Kulturen richtig kennen zu lernen, sich offen mit anderen Mentalitäten auseinander zu setzen – es bringt ein neues Lebensgefühl und mehr Toleranz.
Man muss es nur wirklich wollen und die rosarote Brille abnehmen.

Und genau das will Koerting vermitteln.
Er zeigt sehr kurzweilig auf, dass man sich voll und ganz auf das Wunschland einlassen muss.
Er spricht die emotionalen Schwierigkeiten an – sowohl im neuen Land als auch zu Hause in Deutschland.

Wenn Sie wirklich den Wunsch haben in einem anderen Land zu leben, dann sollten Sie sich die Zeit nehmen und das Buch Mythos Auswandern: Go Hard or Go Home! zu lesen und es wirken zu lassen.

Wie sagt Koerting so schön? Auswandern ist nichts für Weicheier….

Mythos Auswandern
Go Hard or Go Home!
108 Seiten
Verlag: Books on Demand
Autor: Torsten J. Koerting
ISBN 3839122899


Nach Slowenien auswandern

23. Juli 2010

Das Emigrieren nach Slowenien sollte mit Bedacht geplant werden, ein finanzielles Polster ist ebenfalls ratsam. Eine Arbeitserlaubnis ist weiter nicht nötig, schwieriger ist da die slowenische Sprache die besonders für Deutsche recht schwer zu erlernen ist. In größeren Städten sind mehrere Sprachschulen vorhanden. Mit Englisch kommt man nur bedingt weiter.

Ljublijana in SlowenienDie Botschaft befindet sich in der Hauptstadt Ljubljana, ebenso wie die Universitäten, die
50 000 Studenten unterbringen, was die Stadt zu einer lebhaften und multikulturellen Oase macht.
Die Nachbarländer Sloweniens sind Österreich, Ungarn, Italien und Kroatien. Diese hatten und haben sowohl bezüglich der Mentalität als auch auf kulinarischem Gebiet Einfluss auf das Land.
Hauptindustriezweige sind die Autoindustrie, metalverarbeitende Berufe, chemische Erzeugnisse, Textilien und auch Möbel.

Die Republik Slowenien ist 1991 aus dem ehemaligen Jugoslawien entstanden, seit 2004 in der EU und seit dem 01.01.2007 wird mit Euro bezahlt.
Für einen kurzen Urlaub benötigt man kein Visum und auch keine Reisepass, wenn man 3 Monate oder länger bleiben möchte braucht man diese Papiere allerdings. Bei einem dauerhaften Aufenthalt (also länger als 3 Monate) ist eine Registrierung auf dem Kreisamt oder zuständigen Amt innerhalb der ersten 3 Monate nötig. Dann ist es auch wichtig einen Nachweis über Wohnsitz und einen Einkommensnachweis vorlegen zu können. Manchmal wird sogar ein Polizeiliches Führungszeugnis verlangt.

Der Fluss Bled in SlowenienDie Krankenversicherung kann selbst über private Anbieter geregelt werden, das machen über 80% der Slowenen auch. Es gibt eine öffentliche Pflichtversicherung die Zavod za zdravstveno zavarovanje Slovenje oder abgekürzt ZZZs heißt. (Nur um mal einen Einblick in die Sprache zu bekommen.)

Die Lebenshaltungskosten gegenüber Deutschland sind etwa 10% niedriger, die Löhne etwa gleich, es kommt ja auch immer auf das Gebiet und den Beruf an. Dafür ist die Arbeitslosigkeit relativ gering, nur 4,3 %.

Die Gesamtbevölkerungszahl liegt bei 2 Millionen Menschen auf einem Gebiet etwa so groß wie Sachsen-Anhalt.

Die Stadt Ptuj in SlowenienLandschaftlich hat Slowenien viel Abwechslung zu bieten. Gebirge mit Skifahrmöglichkeiten, Wandern und Radfahren im grüneren Mittelteil und ein wenn auch nur kleiner Küstenstreifen der allerdings sehr dicht besiedelt ist. An diesem Küstenabschnitt sind eigentlich nur 3 Badeorte wirklich empfehlenswert.

Die Mentalität der Slowenen kann man als ausgeglichen und familiär bezeichnen, ein bisschen korrupt sind sie und Behördengänge eher kompliziert. Allgemein ist das Land im Aufschwung. Wer damit klarkommt wird sich sicher dort wohlfühlen.

Reisen und Unterkünfte für Slowenien:
- Ferienhäuser in Slowenien
- Hotels in Slowenien
- Busreisen nach Slowenien


stern-Ratgeber: Arbeiten und Leben im Ausland

13. Juli 2010

Stern-Ratgeber Auswandern oder Überwintern: alle wichtigen Informationen mit 10 Länderkapiteln von Schweiz bis USA

Immer mehr Menschen möchten aus den unterschiedlichsten Gründen Deutschland verlassen, in einem anderen Land einen neuen Anfang starten.
Oder vielleicht auch nur vor dem Winter fliehen – Heizkosten sparen, die Sonne genießen und nicht frieren.

Das will natürlich gut überlegt sein und kurze Urlaubseindrücke reichen oft nicht um entscheiden zu können, ob es auf Dauer wirklich das richtige Land ist, welches man sich auserkoren hat.
Es gibt so viele Fragen rund um Arbeit, Pension, Lebensbedingungen, Mentalität, Absicherung bei Krankheit, Steuern, Versicherung, Aufenthaltsgenehmigung und und und…..

Und genau da greift das Buch von Wolfgang Jüngst und Matthias Nick: Arbeiten und Leben im Ausland.

Diese beiden Journalisten haben es geschafft in einem relativ kleinen Buch viele Informationen über die zehn meist gewählten Auswanderungsziele zu geben.
Es gibt eine allgemeine Übersicht zum Thema Auswandern, Leben und Arbeiten im Ausland und anschließend detaillierte Länderkapitel für Frankreich, Grossbritannien, Kanada, Niederlande, Österreich, Polen, Schweiz, Spanien, Türkei und USA.

Sicher ist es nur ein erster Einstieg, aber ein sehr gelungener.
Jüngst und Nick haben sehr gut recherchiert und die wirklich wichtigen Infos gut und sehr verständlich beschrieben.

Arbeiten und Leben im Ausland
Stern-Ratgeber

Auswandern oder Überwintern
alle wichtigen Informationen
176 Seiten
Verlag: Linde, Wien
Autoren: Wolfgang Jüngst, Matthias Nick
ISBN 3709302145


Auswandern in die Dominikanische Republik

3. Juli 2010

Dom.Rep. – Auswandern in’s Land der großen Freiheiten

Ein Inselstaat zwischen Atlantik und Karibik, ein Teil der Großen Antillen – das ist die Dominikanische Republik.

Die Dominikanische Republik, auch kurz DomRep genannt, liegt auf der Insel Hispaniola.
Ein kleiner Teil im Westen der Insel ist der Staat Haiti.
Übrigens hat der Staat nur etwa die Größe von Niedersachsen.

Die Landschaft der DomRep wird vor allem durch Gebirge und hohe Berge geprägt.
So z.B. der Pico Duarte mit 3.175 m, der Loma Rucilla mit 3.039 m oder der Loma de la Viuda mit 2.802 m.

Alle, die ein warmes bis tropisches Klima mögen, sind hier genau richtig.
Strand in der Dominikanische RepublikIn vielen Teilen sinken selbst im Winter die Temperaturen nie unter 20°C und die Wassertemperaturen haben auch immer 26-28°C. Nur in den Bergen oberhalb von 1.400 m gibt es auch schon mal Temperaturen unter dem Gefrierpunkt.
Allerdings muss man in der Dominikanischen Republik auch mit Wirbelstürmen, Hurrikans, rechnen.

Die Hauptstadt der DomRep ist Santo Domingo mit rund 1,8 Millionen Einwohnern.
Die nächst größere Stadt ist Santiago de los Caballeros mit ca. 500.000 Einwohnern.
Es gibt noch 8 weitere Millionenstädte – die kleinste davon ist La Vega mit knapp 1 Million.

Die offizielle Landessprache hier ist Spanisch, wobei das gesprochene Spanisch oft von der in Spanien gesprochenen Variante abweicht.
Sie wird zum einen stark durchmischt mit anglo-amerikanischen Ausdrücken und zum anderen gibt es viele Ausdrücke und Redewendungen aus der Spanischen Kolonialzeit.
Im Nordosten und im Süden des Landes leben außerdem noch englischsprachige Minderheiten, ihre Vorfahren waren Sklaven aus der USA, die sich um 1824 hier niederließen.

Armut und hohe Arbeitslosigkeit sind alltäglich in der Dominikanischen Republik.
Viele Dominikaner leben von so genannten Transferzahlungen, d.h. im Ausland lebende und arbeitende Verwandte schicken ihnen den nötigen Lebensunterhalt.

Es gibt zwar eine allgemeine Schulpflicht hier, allerdings ist es mit der Umsetzung nicht immer einfach.
Zum einen sind die Schulen oft weit entfernt von den Wohnungen und zum anderen muss eine – für dominikanische Verhältnisse – recht teure einheitliche Schulkleidung angeschafft werden. Das schaffen noch lange nicht alle, besonders wenn es kinderreiche Familien sind.
Neben den staatlichen Schulen gibt es Privatschulen, die natürlich nur von Familien mit sehr gutem Einkommen frequentiert werden können.
Die älteste Universität Amerikas steht übrigens in Santo Domingo.

Mittlerweile ist die Dominikanische Republik ein sehr beliebtes Urlaubsziel.
So kommen jedes Jahr gut 3 Millionen Menschen hier her um ihre Ferien zu verbringen. Der überwiegende Teil kommt aus den USA und Kanada, gleich gefolgt von Europäern z.B. aus Skandinavien, Deutschland, Österreich und der Schweiz.
In der jüngsten Vergangenheit gibt es immer mehr Touristen aus Ungarn und Polen.
Der Tourismus ist zu einer wichtigen Einnahmequelle der DomRep geworden.

Die Dominikaner feiern sehr gern und zu den wohl wichtigsten Festen und Kulturereignissen gehört hier der Karneval, vor allem in La Vega und Santo Domingo.

Die Dominikanische Republik wird immer mehr zum Auswanderungsziel.
Allerdings eher weniger für Menschen, die es vor allem auf Karriere abgesehen haben.
Pensionäre mit einem festen, monatlichen Einkommen fühlen sich hier in diesem angenehmen Klima sehr wohl.
Und für die typischen Aussteiger ist dieses Land ein Paradies – wenig Auflagen, allerdings auch wenig staatliche Absicherung.

Vor allem an der Nordküste zwischen Puerto Plata und Cabarete gibt es sehr viele deutsche Einwanderer.
Das hat auch Tradition. Die Dominikanische Republik hat in der Zeit des Dritten Reiches viele Tausend Juden mit offenen Armen aufgenommen.

Der große Vorteil hier ist wirklich die relativ große Freiheit wenn es darum geht, eigene Träume zu verwirklichen.
Der Staat greift nur wenig ein. Es ist nicht alles so furchtbar reglementiert wie wir es in Deutschland gewöhnt sind.
OK, man muss halt deshalb auch mit einem gewissen Chaos umgehen können und Korruption gehört hier zum Alltag.

Die Lebenshaltungskosten sind relativ hoch. Die DomRep ist kein Billigland.
Es gibt zwar einige Dinge, die sehr viel günstiger sind als in Deutschland – aber im Allgemeinen benötigt man mehr Geld um den gewohnten Lebensstandard zu halten.
Außerdem muss man mit häufigen Engpässen in Sachen Strom und Wasser rechnen.

Die Einreise ist recht unproblematisch. Für den Aufenthalt bis zu 90 Tagen genügt ein gültiger Reisepass ohne Visum.

Arbeiten gestaltet sich schon etwas schwieriger.
Jobs im Angestelltenverhältnis sind zwar unter Umständen zu bekommen, allerdings schmerzhaft unterbezahlt.
Die Alternative ist die Selbständigkeit.
Es ist sehr einfach sich selbständig zu machen in der Dominikanischen Republik. Man benötigt lediglich eine gültige Aufenthaltsgenehmigung und eine Geschäftsregistrierung – eine RNC-Nummer.

Um eine Aufenthaltsgenehmigung zu bekommen, benötigt man vor allen Dingen jede Menge Passbilder, die Geburtsurkunde – beglaubigt und die komplette Kopie des Reisepasses.
Nicht zwingend notwendig aber vielleicht hilfreich sind Nachweise über Firmengründungen, Erwerb und Besitz von Immobilien, Kapitalnachweise etc..

Als erste Aufenthaltsgenehmigung gibt es die Residencia provisional – diese ist für ein halbes Jahr gültig und man bekommt noch keinen Personalausweis.
Danach gibt es dann die CedulaCedula de Identificacion Personal – das ist der Dominikanische Personalausweis.
Diese Cedula ist gleichzeitig eine Art Arbeitserlaubnis.
Nach etwa 1 ½ bis 2 Jahren kann dann die Residencia Permanente beantragt werden. Diese ist dann jeweils für 2 Jahre gültig und kann problemlos immer wieder verlängert werden.

Sinnvoll ist es auf jeden Fall, die Spanische Sprache zu beherrschen.

Wenn Sie mit dem Gedanken spielen in die Dominikanische Republik auszuwandern, finden Sie nachfolgend ein paar wichtige Adressen für die Vorbereitung.

Auswärtiges Amt
Werderscher Markt 1
10117 Berlin
Tel.: 03018-170
eMail: über Kontaktformular

http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Startseite.html

Botschaft der Dominikanischen Republik
Dessauer Str. 28-29
10963 Berlin
Tel.: 030-25 75 77 60
Fax: 030-25 75 77 61
eMail: info@embajadadominicana.de

http://www.embajadadominicana.de/de/index_de.htm

Deutsche Botschaft in der Dominikanischen Republik
Calle Gustavo Mejía Ricart Nr. 196
(esq. Av. Abraham Lincoln)
Torre Piatini (Piso 16/17)
Ensanche Piantini
Santo Domingo
Tel.: 001809 – 542 – 8949
Fax: 001809 – 542 – 8955
eMail: info@santo-domingo.diplo.de

http://www.santo-domingo.diplo.de/Vertretung/santodomingo/de/Startseite.html

Unterkünfte für die Dominikanische Republik:

Hotels in der Dominikanischen Republik
Ferienhäuser in der Dominikanischen Republik